Institute for Technologies and Management of Digital Transformation

Vom Museumsstück zur virtuellen Ausstellung: Schülerinnen und Schüler gestalten mit VR

23.10.2026|18:56 Uhr

Historische Schwerter digitalisieren, eigene Ausstellungsräume gestalten und Museumsstücke in Virtual Reality erkunden: Im dreitägigen Workshop „IMMER.XR – Entwickle deine eigene virtuelle Ausstellung“ wurden Schülerinnen und Schüler im Deutschen Klingenmuseum in Solingen selbst zu Ausstellungsmacher*innen. Begleitet wurde das Angebot von Christian Dominic Fehling aus dem Forschungsbereich Human Experience Design (HXD) am TMDT.

Mit Smartphone und KI zum digitalen Ausstellungsstück

Der Weg vom historischen Original zum digitalen Erlebnis begann mit dem Smartphone: Die Teilnehmenden fotografierten ausgewählte Exponate und erstellten mithilfe von Künstlicher Intelligenz dreidimensionale Modelle. Anschließend integrierten sie diese in selbst gestaltete virtuelle Ausstellungsräume. Mit einer VR-Brille konnten sie die digitalisierten Museumsstücke betrachten und bewegen.

Dabei blieb Raum für eigene Ideen: So ergänzten die Jugendlichen die digitalen Schwerter beispielsweise um Lichtschwertgeräusche. Die historischen Objekte wurden damit zum Ausgangspunkt für kreative, interaktive Erlebnisse.

Immersive Technologien in der Bildung erproben

Im Mittelpunkt des Workshops stand nicht allein die Technik, sondern vor allem das aktive Mitgestalten. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten historische Objekte aus nächster Nähe und entwickelten daraus eigene digitale Ausstellungen. Zugleich zeigte das Angebot dem Museum Möglichkeiten auf, seine Sammlung mit vergleichsweise einfachen Mitteln digital zugänglich zu machen.

Angeleitet wurden die Jugendlichen von Christian Dominic Fehling. Er leitet das Immersive Education Lab der Bergischen Universität Wuppertal und erforscht mit seinem Team, wie immersive Technologien in der Bildung eingesetzt werden können. Der Workshop verband diese Forschungsperspektive mit der praktischen Erprobung im Museum.

Zusammenarbeit für MINT-Bildung und museale Vermittlung

Unterstützt wurde der Workshop vom zdi-Zentrum BeST – Bergisches Schultechnikum an der Bergischen Universität Wuppertal, das ebenfalls Teil des TMDT ist. Das Angebot verbindet damit immersive Bildungsforschung, regionale MINT-Förderung und museale Vermittlung.

Der Workshop ist Teil des Projekts IMMER.MINT, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird.

Auch das Solinger Tageblatt begleitete den Workshop und berichtete über die Ideen und Ergebnisse der jungen Ausstellungsmacher*innen.