Institute for Technologies and Management of Digital Transformation

Daten selbstbestimmt nutzen: Unser Solid Dataspace als Lösung!

17.03.2026|15:10 Uhr

Wie lassen sich Umwelt, Gesundheit und Stadtentwicklung intelligent verknüpfen, ohne sensible Daten zentral zu sammeln? Der neue Solid Dataspace im Projekt Gesundes Tal zeigt, wie dezentrale Datennutzung und Datensouveränität praktisch zusammengeführt werden können.

Im Forschungsprojekt Gesundes Tal entwickeln wir den „Digitalen Schatten“ als digitalen Abbildungs- und Analyseansatz für den urbanen Raum. Ziel ist es, Umwelt- und Gesundheitszusammenhänge in der Stadt Wuppertal datenbasiert sichtbar zu machen. 

Ein wichtiger Meilenstein ist der von uns entwickelte Solid Dataspace. Mit ihm erproben wir eine dezentrale Datenarchitektur, bei der Daten nicht zentral auf einer Plattform gebündelt werden müssen. Stattdessen steht die selbstbestimmte Nutzung von Daten im Mittelpunkt: Persönliche Daten können in geschützten, eigenen Speichern vorgehalten und gezielt für bestimmte Anwendungen oder Auswertungen freigegeben werden. Auf diese Weise lassen sich Datennutzung und Datensouveränität miteinander verbinden.

Für den „Digitalen Schatten“ ist das ein wesentlicher Entwicklungsschritt. Gerade an der Schnittstelle von Umwelt, Gesundheit und Stadtentwicklung braucht es Konzepte, die unterschiedliche Datenquellen zusammenführen, ohne die Kontrolle über sensible Informationen aus der Hand zu geben. Das ist besonders wichtig, wenn auch Bürgerinnen und Bürger eigene Daten selbstbestimmt für Anwendungen oder Auswertungen freigeben können.

Unser Prototyp zeigt bereits heute die technische Umsetzbarkeit eines solchen dezentralen Datenraums. Der Solid Dataspace kann schon jetzt getestet werden. Darüber hinaus lassen sich Daten privater Wetterstationen spenden, mit denen urbane Anwendungen getestet werden sollen. Die Datenspende bleibt jederzeit widerrufbar.